Nick Cave „Der Tod des Bunny Munro“

"Er kommt sich vor wie die Fettschicht, die der Metzger von einem feinen Stück Rinderfilet abschneidet, und ihm geht dieser Song durch den Kopf, I never felt this way before." 

Bunny Munro ist ein Looser. Ein sexsüchtiger Versager, der nichts auf die Reihe kriegt. Und dann bringt sich auch noch seine Frau um und er muss seinen kleinen Sohn Bunny Junior mit zu seinen Vertreter-Reisen nehmen, während sein Leben immer schneller den Bach hinunter geht. Und während wir ihm dabei zusehen können und mit Bunny Junior fühlen, der seinen Vater bewundert und liebt und nur langsam erkennen muss, wen er da vor sich hat, wird auf anrührende Weise klar, dass Bunny Munro sein Bestes gegeben hat - nur war das einfach nicht so gut. Er hat versagt.

 

Erschienen als Nick Cave, der Tod des Bunny Munro, Fischer Taschenbuch Verlag, 2011.

Elena Ferrante „Meine geniale Freundin“

"Ich bringe andere dazu, das Falsche zu tun." 
Lila

Neapel, 60er Jahre: Zwei Freundinnen wachsen im Armenviertel der Stadt, dem Rione auf. Voller Bewunderung, aber auch voll Neid, eifert die Erzählerin ihrer hochbegabten, genialen Freundin Lila nach, wo sie nur kann. Doch weder Lilas Talente, noch ihr eigensinniges Wesen scheinen auszureichen, um den engen, von der Mafia durchsetzten Verhältnissen des Rione entkommen zu können.   

Weiterlesen

Truman Capote „Die Tür fällt zu“ IV/IV

"Er war immer bereit gewesen, seine Charakterfehler zuzugeben, denn wenn er sie eingestand, war ihm, als würden sie nicht länger existieren."

Walter, ein junger Mann ohne moralischen Kompass, versucht in New York Fuß zu fassen und in der schönen Welt der Werbung nach oben zu kommen. Doch verstrickt er sich, des eigenen Selbst höchst ungewiss, in seinen zwanghaften Boshaftigkeiten und Intrigen.

Weiterlesen

Truman Capote „Die Tür fällt zu“ III/IV

"In uns schwebt etwas herum, das man die Seele nennt, und wenn du stirbst, bist du niemals tot; ja, und wenn wir lebendig sind, sind wir niemals lebendig."
Anna 

Walter, ein junger Mann ohne moralischen Kompass, versucht in New York Fuß zu fassen und in der schönen Welt der Werbung nach oben zu kommen. Doch verstrickt er sich, des eigenen Selbst höchst ungewiss, in seinen zwanghaften Boshaftigkeiten und Intrigen.

Weiterlesen

Truman Capote „Die Tür fällt zu“ II/IV

"Er war sich nie sicher, ob er X mochte oder nicht. Er brauchte die Liebe von X, war selbst aber unfähig zu lieben."

Walter, ein junger Mann ohne moralischen Kompass, versucht in New York Fuß zu fassen und in der schönen Welt der Werbung nach oben zu kommen. Doch verstrickt er sich, des eigenen Selbst höchst ungewiss, in seinen zwanghaften Boshaftigkeiten und Intrigen.

Weiterlesen

Truman Capote „Die Tür fällt zu“ Part I/IV

"Walter, hör mal gut zu: Wenn dich alle ablehnen, alle gegen dich arbeiten, dann glaub ja nicht, dass das pure Willkür ist; dieses Verhalten beschwörst du selbst herauf." 
Anna

Walter, ein junger Mann ohne moralischen Kompass, versucht in New York Fuß zu fassen und in der schönen Welt der Werbung nach oben zu kommen. Doch verstrickt er sich, des eigenen Selbst höchst ungewiss, in seinen zwanghaften Boshaftigkeiten und Intrigen.

Weiterlesen

Siri Hustved „Die Verzauberung der Lili Dahl“

"Weil du gesagt hast, dass sie geheimnisvoll war und daß du hinter ihr her warst, und weil ich denke, daß Männer, wenn sie hübsche Frauen sehen, alles mögliche in sie hineinphantasieren, bevor sie sie überhaupt kennen, und dann müssen sie immer so weitermachen." 
Lily Dahl

Schwül heiße Sommerträume 

Als gegenüber von Lili Dahl, einem jungen Kleinstadtmädchen, der mysteriöse Maler Ed Shapiro einzieht, gerät sie sofort in seinen Bann. Die Bildern, die er von den Bewohnern des Städtchens malt, scheinen diese in einem genauen Kern ihres Wesens zu treffen und zu zeigen. Auch Lili will gesehen werden und zieht sich eines Nachts an ihrem Fenster für Ed aus.    

Weiterlesen

Edgar Hilsenrath „Der Nazi und der Frisör“

"Itzig Finkelstein erblickte das Licht der Welt genau zwei Minuten und zweiundzwanzig Sekunden nachdem mich die Hebamme Gretchen Fettwanst mit einem kräftigen Ruck aus dem dunklen Schoß meiner Mutter befreite … wenn man mein Leben als Befreiung bezeichnen kann, was … schließlich und endlich … ziemlich fragwürdig wurde."

Max Schulz

Das doppelte Spiel eines Nazis

Darf man eine Satire über die Juden und den Holocaust schreiben? Edgar Hilsenrath, selbst ein Überlebender des Holocaust, macht es - und schreibt so schwarzhumorig, pointiert und grotesk, dass man seinen Roman nicht mehr aus der Hand legen kann. 

Weiterlesen

Richard Ford „Der Womanizer“

"Er wollte, dass die Dinge, was immer für Dinge es waren, nur ihn und nichts als ihn betrafen."

Ein Imperialist der Liebe

Der Amerikaner Martin, treu sorgend verheiratet und kurz vor der Midlife Crisis, reist dienstlich nach Paris. Überzeugt davon, die Frauen besser zu verstehen, als die sich selbst, verfällt er der Verheißung der Stadt von großen Gefühlen. Die erste Französin, die ihm begegnet, wird zum Objekt seines übermächtigen Rausches sehnsüchtiger Liebe, gegen den sie sich kaum erwehren kann.

Weiterlesen

Elisabeth Ambras „Die Zunge“

"Über gewisse Dinge spricht man nicht. Ich bin jedenfalls so erzogen worden."

Das delikate Geheimnis einer älteren Frau ist beides: Gesellschaftsroman und erotische Geschichte in einem.  Doch entspringt das Geständnis wirklich dem Herzen einer von den strengen Gesetzen des Anstandes gequälten Frau? - Ihr ahnt es .  

Weiterlesen