Haruki Murakami „Kafka am Strand“

„Vielleicht habe ich meinen Vater durch meine Träume ermordet. Vielleicht habe ich einen besonderen Traum-Tunnel durchquert, um meinen Vater zu töten.“ 

Kafka

In zwei miteinander verwobenen Geschichten erzählt Haruki Murakami von der Suche nach Identität, vom Erwachsen werden,  der Liebe und von Katzen. Wer mäandernde Geschichten, verwobenen Rätsel, Parallelwelten- und Zeiten und den magischen Realismus mag, wird diesen Roman lieben.

Geheimnisse und Rätsel bestimmen die Welt des 15-jährigen Kafka, dessen Vater ihm Schreckliches prophezeit hat: Wie einst Ödipus, so wird auch Kafka mit seiner Schwester und Mutter schlafen, die er, der allein bei seinem Vater aufgewachsen ist, nicht kennt.

Kafka flieht vor dem Fluch und seinem gewalttätigen Vater.  Als er jedoch mit blutigem Hemd in einem Gebüsch aufwacht, ohne sich an die Geschehnisse der Nacht erinnern zu können, fürchtet er das Schlimmste. Denn sein Vater hat auch prophezeit, dass Kafka ihn umbringen werde.

Auf der Flucht vor seinem Schicksal landet Kafka in einer mysteriösen Bibliothek, in der er zwar noch mehr Rätsel findet, aber auch einen Freund und die Gelegenheit, seinem Schicksal eine entscheidende Wendung zu geben.

Erschienen als Haruki Murakami, Kafka am Strand, Dumont, 2004.